Atlantikküste

Nouvelle-Aquitaine

Die Metamorphose von Bordeaux,

Eine Zwischenbilanz

> Ausgabe Nr. 64

Bordeaux ist ein Beispiel wie aus dem Lehrbuch. Keine andere französische Stadt hat in einer vergleichbaren Zeit eine ähnliche Metamorphose durchlaufen: In weniger als 15 Jahren hat sie sich von Grund auf verändert. Bordeaux wandelt sich, immer und überall, und das zahlt sich aus: Heute zieht die Stadt täglich mehr Touristen, Investoren und neue Einwohner an. Nie zuvor war sie so verlockend. Wo stehen wir also heute in Bordeaux in Sachen Veränderung? Wie weit ist die Stadt in Zukunft bereit, sich umzugestalten? Diesen Fragen sind wir auf den Grund gegangen.

Nouvelle-Aquitaine

Coup de cœur

Die Eiche im Taubenschlag von Pouzay

> Ausgabe Nr. 63

In der kleinen Gemeinde Béceleuf, rund 20 Kilometer nördlich von Niort, steht ein nicht ganz alltägliches Gebäude, das bei den Bewohnern der Region gut bekannt ist.

Dieser Taubenschlag erhält jedes Jahr im Frühjahr aufs Neue ein grünes Dach – ist also damit eine Verbindung aus Stein und Vegetation – und hat quasi den Status einer lokalen Berühmtheit. Doch nicht nur lokal, denn mittlerweile kommt man auch von weit her, um ihn zu sehen und zu fotografieren …

 

Nouvelle-Aquitaine

Les Pans de Travassac,

eine Spektakuläre Reise in das Land des Schiefers

> Ausgabe Nr. 63

Rund zehn Kilometer nördlich von Brive-la-Gaillarde, im Departement Corrèze, verbirgt sich eine der ungewöhnlichsten und spektakulärsten

Landschaften Frankreichs: die Pans de Travassac. Diese Naturlandschaft liefert die berühmten Schieferplatten, mit denen die Dächer zahlreicher prestigeträchtiger Monumente – wie beispielsweise der Abbaye du Mont-Saint-Michel– gedeckt sind. Seit dem 16. Jahrhundert wird dieses Material hier abgebaut. Die eigentümliche geologische Formation dieses Ortes macht den Besuch zu einem ungewöhnlichen Erlebnis, das man so schnell nicht wieder vergisst …

 

Bordeaux

> Ausgabe Nr. 60

Im Juni 2016 waren während einiger Tage Dutzende Zeichner in den Straßen von Bordeaux unterwegs. Die Mitglieder der Vereinigung Urban Sketchers hielten dort ihr jährliches Treffen ab und nutzten die Gelegenheit, die Stadt zu zeichnen. Wir haben uns von ihnen inspirieren lassen, um das Zeitgeschehen auf andere Art zu skizzieren. 

Baskenland

Corniche Basque, von Saint-Jean-de-Luz nach Hendaye

> Ausgabe Nr. 55

Im äußersten Südwesten Frankreichs lockt eine Region, die viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt: das französische Baskenland. Eine der schönsten Ecken dieser Region ist die Küste von Saint-Jean-de-Luz nach Hendaye, die auch als Corniche Basque bekannt ist. Eine Reise zu rotweißen Fachwerkhäusern, einer malerischen Steilküste und der baskischen Kultur. 

Angoulême

Provinznest und Hauptstadt

> Ausgabe Nr. 52 

Die Innenstadt der etwas mehr als 40.000 Einwohner zählenden Stadt liegt malerisch auf einem Hügel oberhalb der Charente. Das Leben dort geht geruhsam vonstatten. Angoulême liegt abseits der Hauptverkehrsströme Frankreichs und ist eher Provinz als Metropole. Außer einmal im Jahr Ende Januar: Dann strömen Menschen aus der ganzen Welt nach Angoulême, das sich vier Tage lang als Hauptstadt fühlen darf: als Hauptstadt des Comics.

Rochefort

Die Stadt, die ihre Träume lebt

> Ausgabe Nr. 49 

Obwohl Rochefort nicht direkt am Meer liegt, wird die Stadt an der Charente aufgrund eines königlichen Beschlusses im 17. Jahrhundert zur Hafenstadt. Eine Anordnung, die das Schicksal der bis dahin unbedeutenden Siedlung brüsk verändert. Die Bewohner von Rochefort müssen sich quasi über Nacht dem Meer gegenüber öffnen. Sie lernen dabei eine wichtige Lektion: Wenn man wirklich etwas will, ist fast nichts unmöglich. Der Wunsch, Träume und Utopien zu verwirklichen, ist zum Erbgut der Stadt geworden, er ist bis heute der Motor ihrer Entwicklung.

Wein

Jurade de Saint-Emilion

> Ausgabe Nr. 47 

Regelmäßig zieht eine Prozession durch die Gassen des Winzerortes Saint-Emilion östlich von Bordeaux. Die Schritte der zahlreichen Männer und wenigen Frauen in langen rotweißen Roben sind langsam und bestimmt, die Stimmung ist feierlich. Auch wenn es auf den ersten Blick so ausschauen könnte, dieser Marsch hat keinen religiösen Hintergrund. Es geht um die alte Tradition der Jurade, einem einst mächtigen Kollektiv, das im 12. Jahrhundert gegründet, während der Französischen Revolution aufgelöst und nach dem Zweiten Weltkrieg als Marketinginstrument für die Weine aus dem Ort wiederentdeckt wurde.

Bordeaux

Bordeaux 2.0

> Ausgabe Nr. 46 

Im letzten Jahrzehnt haben sich viele französische Städte einer Verjüngungskur unterzogen. Allerorts wurden Plätze neu angelegt, Straßen saniert und Fassaden gesäubert. Oft diente die Errichtung eines Straßenbahnnetzes - die Tram erfährt in letzter Zeit eine unglaubliche Renaissance in Frankreich - als Initialzündung für eine Stadterneuerung. Bauarbeiter leisten also in vielen Städten des Landes ganze Arbeit, doch kaum eine Stadt hat sich derart verändert wie die Weinmetropole im Südwesten des Landes. Bordeaux erlebte in den letzten zehn Jahren eine Metamorphose, die die Stadt heute zu einer der schönsten und attraktivsten in ganz Frankreich macht. Eine Liebeserklärung an eine Metropole, die sich neu erfunden hat.

Ile d'Oléron, Ile de Ré, Ile Madame, Ile d'Aix, Fort Boyard

Reif für die Insel(n)

> Ausgabe Nr. 46 

Vor der Küste von La Rochelle und Rochefort liegt für Inselliebhaber ein kleines Eldorado. Nicht nur die beiden großen, jeweils durch eine Brücke mit dem Festland verbundenen Inseln Ile de Ré und Ile d'Oléron, sondern auch drei weniger bekannte Eilande, die Ile d'Aix, die Ile Madame und das Fort Boyard, locken an diesem Abschnitt der französischen Atlantikküste. Jede Insel hat ihre eigenen Vorzüge, eines haben sie aber gemeinsam: Für einen Sommerurlaub im Departement Charente-Maritime sind sie eine sehr gute Wahl.

Wein

Ein asiatischer Winzer im Bordelais

> Ausgabe Nr. 46 

Peter Kwok ist in Ho-Chi-Minh-Stadt (ehemals Saigon) in Vietnam geboren und dort bis zum 17. Lebensjahr aufgewachsen. Durch seine Tätigkeit in der Finanzwelt, insbesondere in Hongkong und Taiwan, häufte er ein kleines Vermögen an. Damit kaufte er einige prestigeträchtige Hotels in Asien. Außerdem war er der erste Asiat, der 1997 ein Weingut im Bordelais erwarb. Heute gehören ihm drei Weingüter innerhalb der AOC-Weinanbaugebiete « Saint-Emilion » und « Pomerol ». Da Peter Kwok viel Wert auf Diskretion legt, gibt er nur selten Interviews. Wir hatten jedoch die Möglichkeit, ihn bei seinem letzten Aufenthalt im Bordelais für ein Gespräch zu treffen. Dabei redeten wir mit ihm unter anderem über seine Liebe zu Frankreich und seine neue Leidenschaft für Wein.

Loire-Mündung

Kunst am Fluss

> Ausgabe Nr. 45 

Nicht nur Nantes hat sich in den letzten Jahren zu einem Hort der Kreativität und Kunst entwickelt (Artikel « Im Westen viel Neues » in der Ausgabe Nr. 44), auch entlang der Mündung der Loire wartet auf die Besucher ein ungewöhnliches Kunstspektakel: « Estuaire Nantes < > Saint-Nazaire ». Auf den letzten 60 Kilometern des berühmten Flusses bis zum Meer haben zeitgenössische Künstler 28 Kunstinstallationen errichtet, die teils poetisch, teils humorvoll, teils verrückt die Landschaft und Ufer in einem neuen Licht erscheinen lassen. Es ist eine Reise in eine Welt, in der Fantasie und Realität miteinander verschwimmen.

Nantes

Im Westen viel Neues

> Ausgabe Nr. 44 

Und wenn sich die Zukunft des städtischen Lebens und der touristischen Entwicklung in Nantes abspielen würde? Zwischen der Bretagne und den weltberühmten Schlössern des Loire-Tals gelegen, erlebte die Stadt während des Zweiten Weltkrieges und in den 1970er-/1980er-Jahren schwere Schicksalsschläge. Doch diese Zeiten sind vorbei. Nantes hat sich auf spektakuläre Weise verwandelt und ist heute eine der attraktivsten Städte Frankreichs geworden. Die Einheimischen schätzen die hohe Lebensqualität und die Dynamik der Hauptstadt der Pays de la Loire. Die Touristen kommen wegen der kulturellen Frischzellenkur, die die Stadt erfuhr, und der vielen neuen Möglichkeiten. Die Metamorphose von Nantes ist faszinierend. Eine Reise zu ihren äußeren Symbolen und zu den Menschen, die die Verwandlung ermöglichten. Denn Nantes ist vor allem eines: ein Teamplayer, und das auch, wenn es um die Gestaltung der Zukunft geht.

Cognac

Von betrunkenen Spinnen und verdächtig schwarzen Fassaden

> Ausgabe Nr. 42 

Mit Cognac werden gerne Lederclubsessel vor einem knisternden Kaminfeuer assoziiert, in denen man es sich gemütlich macht, um mit Freunden zu diskutieren, während man eine Zigarre raucht. Cognac hat für viele etwas Dekadentes. Doch anders als das Getränk liefert die Kleinstadt Cognac, die im Westen Frankreichs zwischen Poitiers und Bordeaux liegt, auf den ersten Blick kein besonders luxuriöses Bild ab. Vielmehr wirkt sie wie eine typische Provinzstadt mit knapp 20.000 Einwohnern. Doch von diesem Eindruck sollte man sich nicht in die Irre führen lassen. Hinter einigen der dunklen Fassaden verbergen sich wertvolle Schätze. Umso schwarzer die Fassade, desto größer sogar die Schätze. Dies ist eines der Geheimnisse, das man bei einem Besuch vor Ort erfahren kann.

Radfernweg

Velodyssey, immer am Atlantik entlang

> Ausgabe Nr. 41 

Eine wunderbare Neuigkeit für alle Fahrradfreunde: Diesen Sommer wurde mit einer Länge von 1.200 Kilometern Frankreichs längster Radfernweg eröffnet. Der Weg führt vom bretonischen Roscoff bis an die französisch-spanische Grenze bei Hendaye. Ein Projekt, das auch die zunehmende Fahrradfreundlichkeit der Franzosen und die Bedeutung des Fahrradtourismus im Land unterstreicht.

Klöster

Abteien, die sogar Kinder begeistern

> Ausgabe Nr. 40 

Kann der Besuch von alten Klöstern aus dem Mittelalter ein spannender Ausflug für die ganze Familie sein? Ja! Drei Abteien in der Nähe von Poitiers und Niort beweisen es. Außerdem lockt die Hauptstadt der Region Poitou-Charentes mit einem Besuch. Ein Erlebnisbericht.

Marais Poitevin

Die grünen Kanäle des Marais Poitevin

> Ausgabe Nr. 38 

An der Schnittstelle der drei Departements Vendée, Deux-Sèvres und Charente-Maritime befindet sich eine der beeindruckendsten Landschaften Frankreichs, der Marais Poitevin. In diesem riesigen grünen Sumpfgebiet westlich der Stadt Niort fungieren Kanäle als Straßen und gibt es Boote anstatt Autos. Selbst das präziseste GPS-System schafft es nicht, einem Ruderer, der sich in den über 100 mehr oder weniger schiffbaren Wasserläufen verfahren hat, den Weg zu weisen. Mehr als anderswo kommt es einem im Marais Poitevin so vor, als wäre die Zeit stehen geblieben.

Likör

Angélique de Niort, Likor aus einer Heilpflanze

> Ausgabe Nr. 38 

Die Angelika (frz. Angélique), auch Engelwurz genannt, ist für die Stadt Niort im Westen Frankreichs unweit des Marais-Poitevin und der Atlantikküste eine unverwechselbare Botschafterin. Die Pflanze mit ihrer medizinischen Wirkung ist schon seit langem bekannt. Sie ist vor allem in der Region von Niort verbreitet und wird heute oft für die Herstellung von Süßigkeiten genutzt. Noch beliebter aber ist sie als Zutat für Liköre. Einen solchen sollte man bei einem Aufenthalt in der Region unbedingt einmal probieren.

Wein

Château Bardins

> Ausgabe Nr. 37 

Das Château Bardins ist ein kleines Weingut von kaum zehn Hektar Größe im Süden von Bordeaux. Es liegt mitten in der Gegend, die man gemeinhin als das Herz der großen Bordeaux-Weine bezeichnet: die Region «Graves de Bordeaux». Es gehört zu der prestigeträchtigen Appellation Pessac-Léognan, die 75 Weingüter zusammenfasst. Es ist eines dieser einfachen und authentischen Weingüter, die für die Appellation typisch sind. Château Bardins wird seit mehreren Generationen von derselben Familie geführt. Die heutige Besitzerin ist eine mutige und passionierte Frau, die sich ganz der Pflege der familiären Traditionen verschrieben hat: Stelle Puel.

Futuroscope

Zukunftspark mit rosiger Zukunft

> Ausgabe Nr. 37 

Erwachsene wissen es natürlich: Freizeitparks haben nicht viel mit einem Märchen gemeinsam, von dem Kinder träumen, sondern sind Wirtschaftsunternehmen, die sich im Konkurrenzkampf behaupten müssen wie jeder andere Konzern. Allein in Frankreich erwirtschaften die Freizeitparks des Landes einen Jahresumsatz von 2,3 Milliarden Euro und schaffen 23.000 direkte und 77.000 indirekte Arbeitsplätze. Ein Wirtschaftssektor mit Gewicht.

Gironde

Wie Vauban eine Flussmündung abriegelte

> Ausgabe Nr. 36 

Mit einer Breite von bis zu zwölf Kilometern ist die Gironde eine der breitesten Flussmündungen Europas. Wegen seiner strategischen Bedeutung versuchten die Franzosen seit jeher, diesen Ästuar zu kontrollieren und vor feindlichen Eindringlingen zu schützen. Keine leichte Aufgabe, zumal die Gironde den Gezeiten des Atlantiks unterliegt, was eine Abriegelung noch zusätzlich erschwert. Doch der berühmte Ingenieur Vauban (1633-1707) dachte sich im 17. Jahrhundert ein kühnes Verteidigungskonzept aus, mit dem er im Ernstfall das Passieren feindlicher Schiffe unterbinden wollte. Er ließ dafür drei Festungen errichten, jeweils eine an jeder Uferseite und eine weitere auf einer Insel in der Mitte der Flussmündung. Heute gehören diese Bauwerke zum Welterbe der UNESCO und sind ein schönes Ziel für einen Tagesausflug entlang der Gironde.

Stadtentwicklung

Bordeaux, eine Stadt mit Ambitionen

> Ausgabe Nr. 35 

Jahrelang haftete Bordeaux der Ruf einer verschlafenen Provinzstadt an. Die Fassaden der herrschaftlichen Häuser waren schwarz geworden und das Leben in den Straßen träge. Doch dann wurde Alain Juppé zum Bürgermeister gewählt und die Bautrupps rückten an. Fassaden wurden saniert, Straßenbahnlinien gebaut, Fußgängerzonen eingerichtet, die Ufer der Garonne herausgeputzt, Designrestaurants eröffnet. Bordeaux wurde wieder eine lebendige Stadt, ein städtebauliches Schmuckstück. Damit aber nicht genug. Der Stadtumbau geht auch im zweiten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends weiter. Das neue Ziel lautet: 2030 soll der heute rund 750.000 Bewohner zählende Großraum Bordeaux zu einer Metropole mit einer Million Einwohnern anwachsen. Ehrgeizige Projekte und ein Ausbau der Infrastruktur sollen dazu beitragen, die Stadt noch attraktiver werden zu lassen, um neue Bewohner anzuziehen. Ein Überblick über das, was für die nächsten Jahre in und um die Weinmetropole herum geplant ist.

Genuss

Gâteau basque

> Ausgabe Nr. 34 

Wie die Normandie mit dem Käse, die Bretagne mit den Crêpes, Dijon mit dem Senf, Marseille mit dem Pastis und Aix-en-Provence mit den Calissons hat auch das französische Baskenland seine eigene Spezialität, die aus der Gegend nicht wegzudenken ist. In der Region im Südwesten Frankreichs, die im Norden vom Departement Landes, im Westen von der Biskaya und im Süden von den Pyrenäen begrenzt wird, kommt niemand am Gâteau basque vorbei. Ein Gebäck, auf das die ganze Region stolz ist.

Clisson

Ein Stück Italien im Westen Frankreichs

> Ausgabe Nr. 32 

Frankreich ist ein Land, das manchmal mit ungewöhnlichen Überraschungen aufwartet. Das Dorf Clisson ist ein gutes Beispiel dafür. Unweit von Nantes und der Atlantikküste gelegen, erinnern die Architektur des Ortes, die Landschaft der Umgebung, ja sogar das Licht an das viele hundert Kilometer entfernte Italien. So erstaunlich es klingen mag, Clisson ist ein Stück italienische Atmosphäre in Frankreichs Westen, ein Ziel, das einen Umweg lohnt.

Saint-Jean-Pied-de-Port

Ein baskisches Schmuckstück

> Ausgabe Nr. 32 

Früher war die Lage von Saint-Jean-Pied-de-Port im Herzen des Baskenlandes, keine sieben Kilometer von der spanischen Grenze entfernt, von strategischer Bedeutung. Heute dösen die Schafe im Schatten der Stadtmauer und hat die Zitadelle ihre militärische Wichtigkeit längst verloren. Für den Tourismus ist das Dorf aber unverändert attraktiv. Besucher kommen gerne zu den traditionellen Festen. Außerdem gibt es einen ständigen Strom von Pilgern auf dem Weg nach Santiago de Compostela, denn in Saint-Jean-Pied-de-Port vereinen sich die verschiedenen Varianten des Jakobsweges auf französischem Gebiet, bevor es über die Pyrenäen geht.

La Rochefoucauld

Eine Familiensaga

> Ausgabe Nr. 30 

Das zwischen Angoulême und Limoges im Departement Charentes gelegene Château de la Rochefoucauld zählt nicht zu den berühmtesten Schlössern Frankreichs und steht eher im Schatten der bekannten Anwesen entlang der Loire oder der Dordogne. Dabei kann es durchaus eine Einzigartigkeit aufweisen: Seit seiner Errichtung im Jahre 980 ist es im Besitz ein und derselben Familie, der Rochefoucauld, die es bis auf wenige Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute bewohnt.

Bassin d'Arcachon

Auf den Spuren der Austernzüchter

> Ausgabe Nr. 28 

Das Becken von Arcachon rund 50 Kilometer südwestlich von Bordeaux gilt ein wenig als das Saint-Tropez der Atlantikküste. Auch wenn der Reichtum dort weniger protzig zur Schau gestellt wird, zeugen doch viele Villen von der starken Kaufkraft ihrer Eigentümer und zieht es jeden Sommer zahlreiche Stars nach Arcachon und Cap Ferret. Doch die Einheimischen wissen um die einstige bescheidene Vergangenheit der Region und lieben vor allem die Orte am Bassin d'Arcachon, die eine gewisse Ursprünglichkeit bewahren konnten. So wie das malerische Fischerdorf L'Herbe.

Saint-Emilion

Ein Besuch mit Freunden

> Ausgabe Nr. 26 

Saint-Emilion, ein Name, der Weinliebhaber ins Schwärmen bringt. Das kleine Dorf in der Nähe von Bordeaux steht synonym für eine der prestigeträchtigsten Appellationen der Weinwelt. Doch auch der Ort selbst, einst ein kleiner mittelalterlicher Marktflecken, romantisch inmitten von Weinbergen gelegen, zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Aquitanien. Dabei konnte Saint-Emilion bis heute seine Seele bewahren und bietet Raum für authentische Entdeckungen jenseits des Massentourismus. Auf der Suche nach den verborgenen Reizen der von der UNESCO als Weltkulturerbe ernannten Gemeinde.

Atlantikküste

Die schönsten Strände am Atlantik

> Ausgabe Nr. 22 

Sommer - Sonne - Strand: Für viele Urlauber ist dies die Formel der Glückseligkeit. Und Frankreich ist mit Stränden geradezu gesegnet. Die hunderte von Kilometern langen Küsten des Landes am Ärmelkanal, Mittelmeer und Atlantik locken mit Stränden ganz unterschiedlicher Lage und Beschaffenheit. Doch welchen Strand soll man bei so viel Auswahl für den eigenen Urlaub wählen? Wir haben uns am Atlantik umgeschaut und sind für Sie die Küste von La Baule im Norden bis nach Hendaye im Süden abgefahren. Herausgekommen ist dabei eine Favoritenauswahl, die für jeden Geschmack etwas bietet.

La Rochelle

Die Schöne und ihre zwielichtige Vergangenheit

> Ausgabe Nr. 21 

Eine der schönsten und beliebtesten Hafenstädte der französischen Atlantikküste ist La Rochelle. Schon immer richteten die Bürger der Stadt ihren Blick über das Meer hinaus. Es entstand eine Weltoffenheit, die man bis heute bei den Einheimischen spürt. Bei allem Glanz sollte jedoch nicht vergessen werden, dass sich der Wohlstand der Hafenstadt zu einem großen Teil auf einen grausamen Dreieckshandel mit Sklaven zwischen Europa, Afrika und Amerika gründet. Ein Thema, das lange Zeit verdrängt wurde, inzwischen aber recht offensiv von der Stadtverwaltung angegangen wird.

Aperitif

Lillet, ein Aperitif für Kenner

> Ausgabe Nr. 21 

Um als echter Bewohner von Bordeaux zu gelten, genügt es, in den Lokalen Südwestfrankreichs einen Lillet zu bestellen. Das Getränk, das seit 1887 im nahen Podensac hergestellt wird, ist ein Aperitif auf Weinbasis, der mit Fruchtlikör, Zucker und Chinarindenextrakt versetzt ist. Eine köstliche Mischung von afrikanischen und südamerikanischen Pflanzen mit den Weinen aus Bordeaux.

Ile de Ré

Diskreter Luxus mit maritimem Flair

> Ausgabe Nr. 19 

Manche nennen die Ile de Ré das «Saint-Tropez der Atlantikküste». Doch der Vergleich beschreibt den Charme des kleinen Eilands vor der Küste von La Rochelle nur unzureichend. Zwar ist ein gewisser Wohlstand nicht zu übersehen und die Orte auf der Insel wirken sehr gediegen, doch Luxus wird auf der Ile de Ré nicht protzig zur Schau gestellt. Vielmehr konnte sich die Insel eine eher heimelige Atmosphäre bewahren. Hübsche Dörfer und viel Natur verzaubern die Besucher. Ein erstes Kennenlernen - 12 Stunden auf der Ile de Ré.

Genuss

Cannelés, knackige Hülle mit weichem Kern

> Ausgabe Nr. 17 

Was Cannelés sind, ist gar nicht so genau zu sagen. Nicht wirklich Kuchen und nicht richtig Süßspeise ähneln sie so gar keinem anderen Gebäck. Man macht nicht viel Aufheben um sie, selbst in den kulinarischen Reiseführern werden sie kaum erwähnt. Unter Kennern und Genießern aber sind Cannelés buchstäblich in aller Munde. Sie haben die Jahrhunderte überstanden und sind von den Speisekarten in der Gironde nicht wegzudenken, wo sie ein Mahl erst vollständig werden lassen.

Bassin d'Arcachon

Eine Bootsfahrt, die ist lustig...

> Ausgabe Nr. 16 

Das Bassin d'Arcachon ist nicht nur bei Austernzüchtern, sondern auch bei Touristen beliebt. Eine Bootsfahrt mit Blick auf die Dune du Pliat und einem Picknick mit frischen Austern auf einer einsamen Sandinsel.

Winery

Eine kleine Revolution

> Ausgabe Nr. 15 

Das Thema Wein ist in Frankreich mit der Aura großer und teurer Marken verbunden. Aber auch mit einem etwas unmodernen Image. Wer schon einmal ein renommiertes Weingut besucht hat, weiß von der andächtigen Stille in den Kellern zu berichten. Die Entdeckung guten Weins bleibt in der Regel einer kleinen Schar von Connaisseuren vorbehalten, die lieber unter sich bleiben. Doch im Mai 2007 wurde im Bordelais ein ambitioniertes Projekt ins Leben gerufen, das traditionelle Weinhändler mit Staunen beobachten. Sein Ziel ist nichts Geringeres, als die Welt des Weines zu revolutionieren.

Biarritz

Vom Fischerdorf zum legendären Seebad

> Ausgabe Nr. 14 

Wo früher ein paar Fischer ihr Auskommen suchten, entwickelte sich in den letzten beiden Jahrhunderten ein weltbekanntes Seebad. Illustre Persönlichkeiten verliehen Biarritz ein glamouröses Renommee, das bis heute nachreicht. Doch im Vergleich zur Côte d'Azur zeigt sich der Luxus im Ort an der baskischen Küste weniger aufdringlich. Junge Surfer aus der gesamten Welt sorgen zudem für eine einzigartige Atmosphäre.

Fokus: Bordeaux

Überraschend anders

> Ausgabe Nr. 13

Im Fokus dieser Ausgabe steht Bordeaux mit folgenden Themen: 

Pont de Pierre, die schönste Annäherung an Bordeaux; Typisch Bordeaux, wenn Kleinigkeiten zum Markenzeichen werden; Alain Juppé, Interview mit dem Bürgermeister von Bordeaux; Viertel Saint-Michel, bodenständig und populär; 

Opposition, ein neuer politischer Wind; Stadterneuerung, wenn das 21. Jahrhundert auf das 18. Jahrhundert trifft; Rive Droite, ein Ufer auf Identitätssuche.

 

Saint-Nazaire

Der Blick nach vorne

> Ausgabe Nr. 11 

Saint-Nazaire ist ein gutes Beispiel dafür, dass man sich nicht mit seinem Schicksal abfinden muss. Die Stadt am Atlantik, die im Krieg zu 80 Prozent zerstört und danach nüchtern wiederaufgebaut wurde, hätte sich in der eigenen Gesichtslosigkeit für immer verlieren können. Die glorreiche Vergangenheit als Abfahrtshafen der großen Atlantiküberquerungen und Geburtsort legendärer Kreuzfahrtschiffe wie der Queen Mary II. wäre nur noch eine Erinnerung an eine ferne Zeit. Doch Saint-Nazaire nahm sein Schicksal mutig in die Hand.

Cordouan

Das kleine Versailles im Atlantik

> Ausgabe Nr. 5 

Wo die Gironde in den Atlantik mündet, steht der Leuchtturm von Cordouan. Seine Lampe befindet sich in 68 Metern Höhe und dient den Schiffern seit Jahrhunderten als Orientierungspunkt. Der Leuchtturm ist einer der letzten bewohnten Leuchttürme Frankreichs, ein kleines Architekturjuwel, das man gerne auch «das kleine Versailles im Atlantik» nennt. Heutzutage spielt der Turm nicht nur im Kampf gegen die Wellen eine wichtige Rolle, sondern er ist auch zu einer Touristenattraktion geworden.

Bordelais

Ein Traumwochenende im Bordelais

> Ausgabe Nr. 5 

Das Bordelais bietet Lebensgenuss pur. Die perfekte Gegend für ein Traumwochenende.

Fokus: Atlantikküste

Die wilde Schönheit

> Ausgabe Nr. 4

Im Fokus dieser Ausgabe steht die Atlantikküste mit folgenden Themen: Ile de Noirmoutier und Ile d'Yeu, das Leben vor der Küste; Salzbauern, Austernzüchter, Kiwiproduzenten, die nicht ganz alltäglichen Berufe entlang der Küste; Nantes, Destination 2007; La Leyre; Hossegor, wo Architektur den legendären Ruf eines Seebades begründet.

La Rochelle

Hinter den Kulissen des Aquariums von La Rochelle

> Ausgabe Nr. 2 

Das Aquarium von La Rochelle an der französischen Atlantikküste wurde erst im Dezember 2000 eröffnet und ist mit der modernsten Technik der heutigen Zeit ausgestattet. Genau genommen dürfte man nicht von einem, sondern müsste von 65 Aquarien sprechen. Es sind nämlich 65 Wasserbecken, dank derer der Besucher die Unterwasserwelt des Atlantiks, des Mittelmeeres, des Indischen und Pazifischen Ozeans, der Karibik etc. entdecken kann.

Wein: Bordelais

Les Vignobles Peyvergès

> Ausgabe Nr. 2 

Wein soweit das Auge reicht. Wer ins Bordelais fährt, wird um den Weinanbau nur schwerlich herumkommen. Die Brüder Alexis und Pascal Peyvergès haben die Weinberge ihres Vaters übernommen und betreiben heute ein kleines, aber feines Weingut in Casseuil, 60 Kilometer südöstlich von Bordeaux.

Bordeaux

Das Erwachen einer schlafenden Schönheit

> Ausgabe Nr. 1 

Bordeaux? Lange Zeit lang ein verschlafenes Nest im Südwesten Frankreichs. Man liebt es für seinen Wein und die nahen Atlantikstrände. Doch Bordeaux als trendiges Reiseziel? Ja, denn die Stadt ist längst aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Bordeaux besticht heute durch eine gelungene Mischung aus Modernität und Geschichte.