Weine & Alkoholika

Wein

Portrait

 

Glucklich wie Sabine und Jörg in Frankreich

> Ausgabe Nr. 64

 

Als Sabine und Jörg Schmitt noch in Deutschland wohnten, haben sie lange Zeit davon geträumt, in Frankreich zu leben. Doch zunächst mussten sie eine Möglichkeit finden, um ein realistisches Projekt für ein neues Leben in ihrem Wunschland entwickeln und umsetzen zu können. Sie waren davon überzeugt und dazu bereit, einige Gewohnheiten über den Haufen werfen zu müssen. Zur allgemeinen Überraschung war es schließlich der Wein, der es ihnen erlaubte, ihr Ziel zu erreichen: Seit 2008 ist der ehemalige Banker Jörg nämlich für ein Weingut inmitten der Alpilles verantwortlich, wo die beiden nun leben. Sabine und Jörg haben damit nicht nur ihren Traum realisiert, sondern das « echte » Leben in Frankreich entdeckt.

Crémant,

ein kleiner Schaumwein mausert sich

> Ausgabe Nr. 63

Der Crémant wurde lange Zeit zu Unrecht als « Champagner für Arme » betrachtet. Seit einigen Jahren hat dieser zweite bekannte Schaumwein neben dem Champagner jedoch viel für sein Image getan: Produzenten haben sich zusammengeschlossen und einen Bundesverband gegründet, die Qualität ist gestiegen, man findet ihn nun auch in gehobenen Preisklassen, es wurden offizielle Herkunftsbezeichnungen eingeführt … Alle diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass der « kleine Perlwein » heute zu den Großen zählt. Jahr für Jahr schätzen daher immer mehr Menschen im In- und Ausland dieses erschwingliche und dennoch festlich sprudelnde Getränk und unterstreichen damit den mutig erkämpften Stellenwert im Markt der Schaumweine.

 

Wein

Was ist auf ihm geworden ?

Der elsässische Winzer Jean-Paul Schmitt ist seinen Reben näher denn je

> Ausgabe Nr. 61

Seit 1993 bewirtschaftet Jean-Paul Schmitt das familiäre Weingut im elsässischen Scherwiller. Vor mehr als neun Jahren haben wir uns mit ihm unterhalten. Sein Portrait konnten Sie in der Ausgabe Nr. 10 von Frankreich erleben (Juli/August 2007) lesen. Darin haben Sie mehr über einen Menschen erfahren, der sich für seinen Beruf begeistert. Er gehört zu den wenigen Winzern, die damals bereits den Standpunkt vertraten, es sei wichtig, auf die Reben zu hören und sie zu respektieren. Anstatt immer mehr vereinheitlichte Weine zu produzieren, solle man es wagen, Weine mit einer eigenen Persönlichkeit herzustellen. Was ist aus diesem Mann geworden, den einige seiner Kollegen gerne als einen « naiven Träumer » eingestuft hätten? Dieser Frage wollten wir auf den Grund gehen und haben ihn deshalb vor Kurzem besucht.

 

Alkoholische Getränke

Frankreich, das neue Eldorado für Bierliebhaber

> Ausgabe Nr. 60

Die Tatsache lässt sich nicht leugnen: Seit einigen Jahren gibt es in Frankreich immer mehr Bierliebhaber. Inzwischen ist es nicht mehr nur der Bierkonsum, der zunimmt (+2,8 % 2014 und +1 % 2015), sondern es gibt vor allem im Bereich der Produktion einen sprunghaften Anstieg. Obwohl Frankreich in Sachen Bierkonsum nur den 28. Platz in Europa innehat, liegt das Land paradoxerweise mit mehr als 800 Brauereien hinsichtlich der Anzahl der Produktionsstätten auf dem dritten Rang: eine Zahl, die sich innerhalb von nur fünf Jahren verdoppelt hat. Dieses Bier Made in France wird darüber hinaus lokal und in handwerklichen Verfahren hergestellt, sodass Liebhaber dieses Gebräus beim Geschmack die Qual der Wahl haben.

Wein

Der neue Trend beim Aperitif à la française

> Ausgabe Nr. 59

Jeder zweite Franzose trinkt heute mindestens ein Mal im Monat Wein zum Aperitif. Was vor ein paar Jahren quasi noch undenkbar war, scheint sich heute zu einem echten Trend zu entwickeln.

Schluss also mit hochprozentigem Alkohol, Cocktails und Longdrinks im Kreise der Freunde? Nun, ganz so weit ist es noch nicht. Aber eines ist sicher: Der Aperitif à la française ist dabei, sich zu verändern: Immer öfter trinkt man heutzutage Wein statt beispielsweise Pastis. Wenn auch Sie also im Sommer diesem Trend folgen wollen, dann lesen Sie unsere Tipps ...

Wein 

Warum wird Wein nicht grundsätzlich im Holzfass gelagert?

> Ausgabe Nr. 58

Selbst wenn es unsere Vorstellung enttäuschen mag, Wein wird nicht immer in attraktiven Barriques gelagert. Lesen Sie hier, warum französische Winzer auch andere Behälter nutzen.

Champagner

Was Sie schon immer über Champagner wissen wollten

> Ausgabe Nr. 57

Warum ist Champagner so teuer?

Warum trinkt man Champagner aus einem Champagnerglas?

Wie serviert man Champagner am besten?

Nützt es etwas, einen Löffel in den Hals einer Champagnerflasche zu stecken, damit die Bläschen erhalten bleiben?…

Die Antworten auf diese und andere Fragen erhalten Sie in diesem Artikel.

Wein

Hôtel de Paris, ein Weinparadies tief unter Monaco

> Ausgabe Nr. 56

Am Eingang wartet ein Bodyguard auf mich, dabei bin ich weder berühmt noch gefährdet. Schnell wird aber klar, dass es auch gar nicht um meinen Personenschutz geht, sondern sich die Sorge vielmehr auf die Weinkostbarkeiten bezieht, die es zu besichtigen gilt. Ich habe das außerordentlich seltene Glück, eine Privatführung im weltweit größten Weinkeller eines Hotels zu bekommen, durch den Weinkeller des Hôtel de Paris in Monaco. Glücklicherweise wartet nicht nur der Bodyguard auf mich, sondern auch einer der 35 Sommeliers des Hauses. Die nächsten zwei Stunden werde ich unter seiner fachkundigen Begleitung unter Tage verbringen und mir ausführlich die Geschichte sowie die verschiedenen Schätze erklären lassen.


Produktpiraterie

Wenn Weinflaschen gefälscht sind

> Ausgabe Nr. 54

Produktpiraterie ist eine weltweite Plage der heutigen Konsumgüterindustrie. Weniger bekannt ist jedoch, dass auch Frankreichs Weine davon betroffen sind, insbesondere die Spitzenweine des Landes. Offiziell beschäftigt sich das Institut national des appellations d’origine (INAO), das Produkte mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung überwacht, mit rund 300 Fällen von Weinfälschungen pro Jahr, ein Viertel davon aus China kommend. Experten gehen aber davon aus, dass die Dunkelziffer noch sehr viel höher liegt und dass sich das Phänomen weiter verbreitet.    

Weltkulturerbe

Frankreichs Winzer greifen zum Welterbetitel: Les coteaux, maisons et caves de Champagne (Teil 2)

> Ausgabe Nr. 53 

Im kommenden Juni werden viele Franzosen gespannt nach Berlin schauen. Dann findet die 39. Sitzung des Welterbekomitees der UNESCO in der deutschen Hauptstadt statt. Frankreich geht mit zwei Kandidaturen um die begehrten neuen Nominierungen als Welterbe ins Rennen. Beide drehen sich um die Tradition des Weinanbaus im Land. Burgund bewirbt sich mit den « Climats de Bourgogne » und die Champagne mit Champagner. Während wir in der letzten Ausgabe die Strategie aus Burgund näher unter die Lupe genommen haben, schauen wir dieses Mal, mit welchem Konzept die Verantwortlichen der Champagner-Bewerbung die UNESCO überzeugen wollen.

Weltkulturerbe

Frankreichs Winzer greifen zum Welterbetitel: Les Climats de Bourgogne (Teil 1)

> Ausgabe Nr. 52 

Auf der 39. Welterbekonferenz der UNESCO, die im Juni 2015 in Berlin abgehalten werden wird, setzt Frankreich ganz auf seine Winzer und die Weinanbautradition im Land. Die französische Kulturministerin hat verkündet, dass ihr Land mit den « Climats du vignoble de Bourgogne » und den « Coteaux, maisons et caves de Champagne », also kurz gesagt mit dem burgundischen Weinanbau und mit Champagner, ins internationale Rennen um die begehrten neuen Welterbetitel geht. In den beiden betroffenen Regionen Burgund und Champagne-Ardennes ist die Freude natürlich groß. Man versucht jeweils, die Einzigartigkeit der eigenen Tradition hervorzuheben. Ob dies reicht, wird sich nächsten Sommer zeigen. In Vorbereitung der Entscheidung der UNESCO wollen wir in dieser Ausgabe die « Climats du vignoble de Bourgogne » beleuchten, bevor wir uns in der kommenden Ausgabe mit den « Coteaux, maisons et caves de Champagne » beschäftigen.

Muscadet

Ein Wein voller Überraschungen

> Ausgabe Nr. 51

Der Sommer ist eine gute Jahreszeit, um einen Wein zu entdecken, dem lange Zeit der Ruf nachhing, ein Wein ohne große Ambitionen zu sein. Die Rede ist vom Muscadet. Der trockene Weißwein aus der Gegend rund um Nantes ist längst viel mehr als ein simpler Tafelwein. Dank des Engagements der örtlichen Winzer wird der Muscadet inzwischen von den renommiertesten Weinkennern geschätzt. Es wird also Zeit, diesen edlen Tropfen neu zu bewerten.

Châteauneuf-du-Pape

Ein Wein mit päpstlicher Aura

> Ausgabe Nr. 50 

Die Appellation Châteauneuf-du-Pape, am linken Ufer der Rhône zwischen Avignon und Orange gelegen, schmückt sich bereits seit 1933 mit einem AOC-Siegel. Sie gehört damit zu den ältesten französischen Weinanbaugebieten mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung. Die Weine der Appellation genießen einen hervorragenden internationalen Ruf und zählen zu den gefragtesten des Rhône-Tals. Zudem verstanden es die Winzer von Anfang an, die Appellation gekonnt in Szene zu setzen.

Aperitif

Die Kunst des Aperitifs

> Ausgabe Nr. 49 

Der Aperitif - oder für die Insider « l'apéro » - gehört zu den wichtigsten französischen Gewohnheiten. Man kann zu Recht sagen, dass er integraler Bestandteil des nationalen Kulturguts sei. In allen Gesellschaftsschichten bekennt man sich zum Aperitif. Nur zwei Prozent der Franzosen sagen, dass sie nie einen Aperitif zu sich nehmen. Der Aperitif bringt Menschen zusammen und sorgt für eine lockere Atmosphäre, bevor es gemeinsam zu Tisch geht. Doch wie bei jedem guten Brauch gibt es ein paar Regeln, die man kennen sollte, damit der Aperitif wirklich der erste Höhepunkt vor dem eigentlichen Essen wird.

Weinfarbe

Eine kleine Weinfarbenkunde

> Ausgabe Nr. 48 

Wie wird ein Rotwein rot? Kann man aus dunklen Trauben Weißweine herstellen? Gibt es gelben oder grauen Wein? Welche weit verbreiteten Behauptungen sind richtig, welche sind falsch? Ein kleiner Überblick.

Jurade de Saint-Emilion

Mehr als Folklore: eine Tradition, die lebt!

> Ausgabe Nr. 47 

Regelmäßig zieht eine Prozession durch die Gassen des Winzerortes Saint-Emilion östlich von Bordeaux. Die Schritte der zahlreichen Männer und wenigen Frauen in langen rotweißen Roben sind langsam und bestimmt, die Stimmung ist feierlich. Auch wenn es auf den ersten Blick so ausschauen könnte, dieser Marsch hat keinen religiösen Hintergrund. Es geht um die alte Tradition der Jurade, einem einst mächtigen Kollektiv, das im 12. Jahrhundert gegründet, während der Französischen Revolution aufgelöst und nach dem Zweiten Weltkrieg als Marketinginstrument für die Weine aus dem Ort wiederentdeckt wurde.

Peter Kwok

Ein asiatischer Winzer im Bordelais

> Ausgabe Nr. 46 

Peter Kwok ist in Ho-Chi-Minh-Stadt (ehemals Saigon) in Vietnam geboren und dort bis zum 17. Lebensjahr aufgewachsen. Durch seine Tätigkeit in der Finanzwelt, insbesondere in Hongkong und Taiwan, häufte er ein kleines Vermögen an. Damit kaufte er einige prestigeträchtige Hotels in Asien. Außerdem war er der erste Asiat, der 1997 ein Weingut im Bordelais erwarb. Heute gehören ihm drei Weingüter innerhalb der AOC-Weinanbaugebiete « Saint-Emilion » und « Pomerol ». Da Peter Kwok viel Wert auf Diskretion legt, gibt er nur selten Interviews. Wir hatten jedoch die Möglichkeit, ihn bei seinem letzten Aufenthalt im Bordelais für ein Gespräch zu treffen. Dabei redeten wir mit ihm unter anderem über seine Liebe zu Frankreich und seine neue Leidenschaft für Wein.

Karaffieren und Dekantieren

Die Kunst des Karaffierens und Dekantierens

> Ausgabe Nr. 45 

Soll man einen Wein vor der Verkostung in eine Karaffe umfüllen oder nicht? Wer hat sich dies beim Öffnen einer Weinflasche nicht schon einmal gefragt? Schließlich kennt man diesen Vorgang aus vielen Restaurants. Handelt es sich dabei um ein prätentiöses Verhalten, mit dem ein Restaurant seine Gäste beeindrucken will, oder um eine sinnvolle Maßnahme? Letzteres ist grundsätzlich zutreffend. Dabei muss man jedoch zwischen dem Karaffieren und dem Dekantieren unterscheiden, selbst wenn beides umgangssprachlich meist als Dekantieren bezeichnet wird. Außerdem muss nicht jeder Wein in eine Karaffe umgefüllt werden.

Les Grés de Montpellier

Ein Weinanbaugebiet auf dem Sprung in die nächste Liga

> Ausgabe Nr. 44 

In der Region Languedoc-Roussillon präsentiert sich Geschichte an allen Ecken und Enden, oftmals « in Stein gegossen »: Aquädukte, Oppida, romanische Kapellen und gut erhaltene mittelalterliche Stadtkerne künden von vergangenen Zeiten. Darüber kann man ein anderes historisches Vermächtnis fast übersehen: die Weinberge. Die Tradition des Weinanbaus reicht dank der Besiedlung durch die Griechen und Römer bis ins 5. Jahrhundert vor Christi Geburt zurück. Damit verfügt die Region über die ältesten Anbaugebiete Frankreichs. Innerhalb der als AOC geschützten Appellation « Languedoc » haben sich die Weingüter des Großraums Montpellier im Jahr 2002 als « Les Grès de Montpellier » zusammengeschlossen. Es handelt sich dabei noch nicht um eine offiziell geschützte Appellation, doch eine eigenständige AOC ist das erklärte Ziel der lokalen Winzer. Schon heute überraschen diese ausschließlich roten Weine durch ihre Qualität.

Picon

«Un Picon-Bière, s'il vous plaît»

> Ausgabe Nr. 43 

Der Picon ist einer von Frankreichs alkoholischen Botschaftern. Erfunden wurde der Aperitif 1837 in Algerien, wo er zunächst der Gesundheit von Soldaten diente. Danach mutierte der Picon in den 1920er-/1930er-Jahren zum Kultgetränk der Franzosen. Heute soll ein erfrischendes und humorvolles Marketing den Erfolg sichern. Die Geschichte eines emblematischen französischen Getränks.

Cognac

Von betrunkenen Spinnen und verdächtig schwarzen Fassaden

> Ausgabe Nr. 42 

Mit Cognac werden gerne Lederclubsessel vor einem knisternden Kaminfeuer assoziiert, in denen man es sich gemütlich macht, um mit Freunden zu diskutieren, während man eine Zigarre raucht. Cognac hat für viele etwas Dekadentes. Doch anders als das Getränk liefert die Kleinstadt Cognac, die im Westen Frankreichs zwischen Poitiers und Bordeaux liegt, auf den ersten Blick kein besonders luxuriöses Bild ab. Vielmehr wirkt sie wie eine typische Provinzstadt mit knapp 20.000 Einwohnern. Doch von diesem Eindruck sollte man sich nicht in die Irre führen lassen. Hinter einigen der dunklen Fassaden verbergen sich wertvolle Schätze. Umso schwarzer die Fassade, desto größer sogar die Schätze. Dies ist eines der Geheimnisse, das man bei einem Besuch vor Ort erfahren kann.

Clairette de Die

Der Schaumwein für glückliche Menschen

> Ausgabe Nr. 42 

Die Winzer im Drôme-Tal stellen mit der Clairette de Die ein ganz besonderes Produkt her. Die Clairette de Die ist ein Schaumwein, der mit seinem perlenden Charakter und von der Farbe her an Champagner erinnert. Der Geschmack und die Herstellungsmethode unterscheiden sich dagegen vollkommen von dem edlen Tropfen aus der Champagne. Entstanden ist die Clairette de Die, zumindest der Legende nach, aus Zufall. Nicht zufällig ist jedoch, dass sich der Schaumwein überall großer Beliebtheit erfreut und den Franzosen ans Herz gewachsen ist.

Lagerung

Tipps zum Aufbewahren von Wein

> Ausgabe Nr. 41 

Sie lieben Wein und mögen es, ein paar edle Tropfen auf Lager zu haben? Dann geht es Ihnen wie vielen Weinliebhabern. Aber Achtung: Beim Öffnen alter Weinflaschen wartet nicht selten eine böse Überraschung, wenn der Inhalt mehr nach Essig als nach Wein schmeckt. Es gibt keine Garantie für eine perfekte Aufbewahrung von Weinflaschen. Wein ist eine sensible Flüssigkeit, die auf die Umgebung reagiert. Auch werden die Wenigsten über einen idealen Weinkeller verfügen. Es gibt aber ein paar Tipps zur Lagerung von Weinflaschen, die Sie unbedingt kennen sollten.

Bier

Schattendasein oder Geheimtipp?

> Ausgabe Nr. 40 

Bier und Frankreich? Das passt irgendwie nicht. Und in der Tat, im Reich des Weins ist wenig Platz für alkoholische Konkurrenz. Dabei ist die Bedeutung des Bieres für die französische Nahrungsmittelproduktion unbestritten. Vom Anbau der Zutaten über die Produktion des Getränks bis zu seiner Auslieferung sorgen die Geschäfte der französischen Brauereien für mehr als 65.000 Arbeitsplätze und 12 Milliarden Euro Umsatz. Frankreich belegt weltweit den ersten Platz beim Malz-Export, bei Gerste steht man an zweiter Stelle. Wer hätte das gedacht! Jenseits aller Zahlen fallen besonders die Vielfalt und Eigenheiten der französischen Biere auf. Wahrscheinlich mehr als anderswo versucht jeder Hersteller, seinem Bier eine einzigartige Persönlichkeit und die Geschmacksvorlieben seiner Heimatregion aufzuprägen. Eine Entdeckungsreise voller Überraschungen durch die Welt des Bieres in Frankreich.

Lirac

Das «mediterranste» Weinanbaugebiet im Rhône-Tal

> Ausgabe Nr. 40 

2.700 Stunden: Soviel beträgt die durchschnittliche jährliche Sonnenscheindauer, die ein Rebstock genießen darf, wenn er im Departement Gard nordwestlich von Avignon am rechten Ufer der Rhône steht. Dazu kommt eine Durchschnittstemperatur von 14 Grad. Unter solchen Bedingungen ist es kein Wunder, dass hier ein Wein mit ausgesprochen mediterranem Charakter gedeiht. Wenn es sich zudem um eine Appellation Lirac handelt, die seit fast 65 Jahren AOC-Status hat, sollten Weinliebhaber aufhorchen.

Wein & Gesundheit

Vive le vin! Vive la santé!

> Ausgabe Nr. 39 

Vor etwas mehr als 20 Jahren versetzte der US-amerikanische Fernsehsender CBS sein Publikum mit einer Beobachtung in Erstaunen, die seitdem als « French Paradox » gehandelt wird: Obwohl in Frankreich, im Gegensatz zu den USA, kardiovaskuläre Risikofaktoren höher sind (Bluthochdruck, Nikotinsucht, Cholesterin), führt das bei unseren Nachbarn nicht zu einer höheren Sterblichkeit. Seitdem interessieren sich Forscher auf der ganzen Welt für diesen merkwürdigen Aspekt. Als Ursache gilt inzwischen regelmäßiger, moderater Weinkonsum: eine französische Angewohnheit par excellence. Auch mehr als 20 Jahre nach ihrer Entdeckung ist diese Theorie immer noch in aller Munde.

Angélique de Niort

Likor aus einer Heilpflanze

> Ausgabe Nr. 38 

Die Angelika (frz. Angélique), auch Engelwurz genannt, ist für die Stadt Niort im Westen Frankreichs unweit des Marais-Poitevin und der Atlantikküste eine unverwechselbare Botschafterin. Die Pflanze mit ihrer medizinischen Wirkung ist schon seit langem bekannt. Sie ist vor allem in der Region von Niort verbreitet und wird heute oft für die Herstellung von Süßigkeiten genutzt. Noch beliebter aber ist sie als Zutat für Liköre. Einen solchen sollte man bei einem Aufenthalt in der Region unbedingt einmal probieren.

Château Bardins

Ein kleines Familien-Weingut in Pessac-Léognan

> Ausgabe Nr. 37 

Das Château Bardins ist ein kleines Weingut von kaum zehn Hektar Größe im Süden von Bordeaux. Es liegt mitten in der Gegend, die man gemeinhin als das Herz der großen Bordeaux-Weine bezeichnet: die Region «Graves de Bordeaux». Es gehört zu der prestigeträchtigen Appellation Pessac-Léognan, die 75 Weingüter zusammenfasst. Es ist eines dieser einfachen und authentischen Weingüter, die für die Appellation typisch sind. Château Bardins wird seit mehreren Generationen von derselben Familie geführt. Die heutige Besitzerin ist eine mutige und passionierte Frau, die sich ganz der Pflege der familiären Traditionen verschrieben hat: Stelle Puel.

Cognac

Eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte

> Ausgabe Nr. 36 

Der Cognac feiert auf der ganzen Welt Erfolge. Der Konsum dieses Getränks steigt von Jahr zu Jahr, was die Hersteller in den Departements Charente und Charente-Maritime natürlich glücklich macht. Wie kaum eine andere Spirituose ist der Weinbrand zudem geschmacklich äußerst vielfältig. Porträt eines ganz besonderen alkoholischen Getränks.

Saint-Véran

Erschwinglicher Spitzenwein aus Burgund

> Ausgabe Nr. 35 

Ganz im Süden von Burgund liegt westlich von Mâcon das kleine Weinanbaugebiet Saint-Véran, dessen Appellation in diesem Jahr den 40. Jahrestag ihres Bestehens feiert. Die Reben am Fuß der Felsen von Vergisson und Solutré ergeben einen Weißwein, der lange nur Kennern bekannt war. Nach und nach hat er sich aber nun seinen Platz zwischen den Spitzenprodukten erobert. Das Schöne daran: Er ist dabei erschwinglich geblieben.

Vinexpo

Die Welt des Weins zu Gast in Frankreich

> Ausgabe Nr. 35 

70.000 Flaschen und 20.000 Gläser pro Tag, 48.122 Besucher aus 148 Ländern, 95.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, 2.400 Aussteller auf 40.000 Quadratmetern Standfläche - die Vinexpo wird nicht ohne Grund zu den größten Messen für Wein und Spirituosen der Welt gezählt. In diesem Sommer war es wieder soweit: Bordeaux empfing die Welt des Weines. Frankreich erleben war dabei. Ein Resümee der Veranstaltung.

Chinon

Ein Wein für alle Fälle

> Ausgabe Nr. 34 

Dieser Wein aus einem Anbaugebiet zwischen Tours und Saumur im Herzen der Touraine hat Weinkenner schon immer erfreut. Ganz gleich, ob er weiß, rot oder rosé ist. Die Franzosen mögen den Chinon wegen seines einfachen und authentischen Charakters, der aus ihm zugleich einen Alltagswein wie auch einen Wein für festliche Anlässe macht. Der Chinon ist erschwinglich, überall erhältlich und passt mit seinem reichhaltigen Geschmack zu vielen Gerichten. Ein Wein ohne Allüren, der die Gäste trotzdem beeindruckt. Kurz, ein Wein, der das Leben leichter macht.

AOC Fitou

Qualitätsgarant aus dem Süden

> Ausgabe Nr. 33 

Ein Wein, der einen träumen lässt: von südfranzösischer Sonne, duftendem Heideland und dem blauen Meer. Obwohl der Fitou zu einem geschützten Weinanbaugebiet gehört (A.O.C.), wachsen seine Trauben sowohl direkt am Mittelmeer als auch in den Höhenzügen des Corbières-Massivs. Für viele ist der Charakterwein eine Liebe auf den ersten Blick.

Crème de Cassis

Ein Getränk, das kein großes Brimborium um sich macht

> Ausgabe Nr. 32 

Die Crème de Cassis unterscheidet sich in einem Punkt von vielen anderen Alkoholika: Man trinkt sie nicht pur. Vielmehr dient der Johannisbeerlikör dazu, andere alkoholische Getränke zu aromatisieren, insbesondere Weißwein und Champagner, was dann als Kir bzw. Kir Royal bekannt ist. Gerne wird die Crème de Cassis zudem für weitere Cocktails oder zum Backen verwendet. Doch nicht jeder Johannisbeerlikör hat die gleiche Qualität.

Ti'Punch & Planteur

Der Charme der Antillen in zwei Cocktails

> Ausgabe Nr. 31 

Marseille hat den Pastis, Podensac den Lillet, Dijon die Crème de Cassis und Fécamp die Bénédictine. Doch auch Frankreichs Karibikinseln können mit « alkoholischen Botschaftern » aufwarten: Ti'Punch und Planteur sind die Stars unter den Cocktails der Antillen und inzwischen auch international bekannt. Zwei Getränke, die gut zu der Sonne und Lebensfreude der Karibik passen.

Champagner für alle!

Gute Qualität für unter 15 Euro

> Ausgabe Nr. 30 

Als das Getränk überhaupt, mit dem freudige Ereignisse begossen werden, ist der Champagner auch das Getränk der Wahl zum Feiern des Jahreswechsels an Silvester. Kurz vor dem besonderen Abend beginnen die Franzosen, sich nach « ihrem » Champagner für dieses Jahr umzusehen. In dieser Ausgabe will Frankreich erleben einen kleinen Feldversuch unternehmen: Bekommt man in Frankreich einen Champagner für weniger als 15 Euro?

Armagnac

700 Jahre und noch keine Falten

> Ausgabe Nr. 30 

Armagnac findet man sowohl in den schicken Cocktailbars wie auch im Küchenschrank bei den Großeltern, besonders im Südwesten Frankreichs, wo er herstammt. Zwar wissen die meisten, dass es sich beim Armagnac um einen Weinbrand handelt, aber wer weiß schon, woraus er genau gemacht wird, oder wie man ihn am besten trinkt? In diesem Jahr feiert der Armagnac seinen 700. Geburtstag - für uns die Gelegenheit, ein bisschen mehr über die älteste Spirituose Frankreichs zu erzählen.

Saint-Pourçain

Wein von der Tafel der Mächtigen

> Ausgabe Nr. 29 

Lange hat man sich in Saint-Pourçain in der Auvergne still und leise damit abfinden müssen, dass der heimatliche Wein, der zwischen Vichy und Moulin gedeiht und der zu den ältesten Weinanbaugebieten Frankreichs gehört, sich nicht mit den Weihen einer AOC (kontrollierte Herkunftsbezeichnung) rühmen konnte. Das geduldige Warten hat sich aber gelohnt. Seit 2009 gibt es die AOC Saint-Pourçain. Eine Premiere in der Auvergne und eine Herausforderung für die Winzer dieses typischen und charaktervollen Weines.

Alpillen

Das Weingebiet Les Baux-de-Provence

> Ausgabe Nr. 28 

Geduld und Entschlossenheit sind die Schlüsselwörter, wenn man den Aufstieg der noch recht jungen Appellation «Les Baux-de-Provence» in den letzten Jahren analysiert. Das Weingebiet südlich von Avignon liegt im Umkreis eines der malerischsten und bekanntesten Dörfer der Provence. Doch die Winzer begnügen sich dort nicht damit, sich auf dem Bekanntheitsgrad des Ortsnamens auszuruhen, sondern produzieren Weiß-, Rot- und Roséweine bester Qualität. Sogar der biologische Anbau ist kein Fremdwort.

Vin jaune & Vin de Paille

Die geheimnisvollen Weine des Juras

> Ausgabe Nr. 27 

Das « kleinste Weinanbaugebiet der Großen » nennen die Winzer des Jura ihre Weinberge gerne. Sie erstrecken zwischen der Schweiz und Burgund auf nur 80 Kilometern vom Norden des Departements Jura bis in seinen Süden. Die Anbaufläche beträgt gerade einmal 2000 Hektar. Aber die Größe ist nicht alles. Das Renommee mancher hier erzeugten Weine ist groß. Unter ihnen sind zwei der geheimnisvollsten und außergewöhnlichsten Weine Frankreichs überhaupt: der Vin jaune (dt. gelber Wein) und der Vin de Paille (dt. Strohwein).

Loire

Biologisch-dynamischer Weinanbau an der Loire

> Ausgabe Nr. 26 

Nicolas Joly, ein Name, der die Weinwelt spaltet. Einige lieben den Papst des biologisch-dynamischen Weinanbaus, andere schieben ihn in die Schublade esoterischer Träumer. Wir fragten einen Journalisten, der den strittigen Winzer persönlich kennt, mehr über die Methoden und die Philosophie von Nicolas Joly zu erfahren. Eine Annäherung an ein die Regeln des Marktes ignorierendes Verfahren des Weinanbaus.

Cornas

Der Wein der terre brulée

> Ausgabe Nr. 25 

Cornas ist ein kleines Dorf in der Ardèche mit kaum mehr als 2.000 Einwohnern. Hier auf der linken Uferseite der Rhône, 150 Kilometer südlich von Lyon, kultiviert man seit dem 10. Jahrhundert unter der heißen südfranzösischen Sonne einen charaktervollen, duftenden Wein. Er gedeiht auf einem Granithügel, der die Form eines Amphietheaters hat. Die intensive Sonne und der spezielle Boden geben diesem Wein das Aroma, das einen Cornas so besonders macht. Sein Name, der keltischen Ursprungs ist, spielt darauf an. Er bedeutet terre brulée (dt. gebrannte Erde).

Pommeau

Das geheime Getränk der Normannen

> Ausgabe Nr. 24 

Zum Winterbeginn setzen die Bauern der Normandie ein alkoholisches Getränk an, das sie aus Calvados und Apfelsaft gewinnen. Das Rezept für diese regionale Spezialität schlummerte jahrhundertelang als überliefertes Wissen in den Familien der Apfelbauern zwischen Pays d'Auge und der Halbinsel Contentin, war das Getränk doch nur für den Hausgebrauch bestimmt und im Handel nicht erhältlich. Ja, der Verkauf war sogar per Gesetz verboten. Bis sich in den 1980er-Jahren alles änderte. Die Rede ist vom Pommeau. Hier ist seine Geschichte.

Rum

Hochprozentiges aus Übersee

> Ausgabe Nr. 23 

Zuckerrohrschnaps ist ein profaner Begriff für das Getränk, das in uns Bilder von karibischer Sonne, Palmenküsten und relaxtem Lebensstil hervorruft: Rum. Er soll der Legende nach zufällig von einem Sklaven entdeckt worden sein, der einen Becher Zuckerrohrsaft in der Sonne hatte stehen lassen. Seit dem wird aus vergärtem Zuckerrohrsaft Alkohol gewonnen und zu Rum verschnitten. Eine durchaus französische Spezialität aus den Überseedepartements.

Rosé

Hände weg vom Rosé!

> Ausgabe Nr. 22 

Der französische Roséwein, diesererfrischende, leichte Sommerwein, den die Franzosen bevorzugt eisgekühltgenießen, war in Gefahr. Jedenfalls glaubten das manche und probten denAufstand gegen eine neue EU-Verordnung, die in letzter Minute von der BrüsselerKommission Anfang Juni zurückgezogen wurde. Griff der sprichwörtlicheKonservatismus der Franzosen wieder einmal um sich? Oder was steckte dahinter?

Lillet

Ein Aperitif für Kenner

> Ausgabe Nr. 21 

Um als echter Bewohner von Bordeaux zu gelten, genügt es, in den Lokalen Südwestfrankreichs einen Lillet zu bestellen. Das Getränk, das seit 1887 im nahen Podensac hergestellt wird, ist ein Aperitif auf Weinbasis, der mit Fruchtlikör, Zucker und Chinarindenextrakt versetzt ist. Eine köstliche Mischung von afrikanischen und südamerikanischen Pflanzen mit den Weinen aus Bordeaux.

Bier

Ein überraschend französisches Produkt

> Ausgabe Nr. 20 

Es fällt einem nicht gerade als erstes Bier ein, wenn man an französische Spezialitäten denkt. Die Franzosen sind sicher für einiges andere berühmt: für die Vielfalt der Aperitifs, die reichhaltigen Brände und natürlich für die exzellenten Weine. Doch neben diesen Klassikern gedeiht eine nicht unerhebliche Kultur des Bierbrauens in Frankreich, die wir uns etwas genauer angeschaut haben.

Côtes du Ventoux

Ein Wein und sein Berg

> Ausgabe Nr. 19 

Viele denken bei Ventoux an die Tour de France und den gleichnamigen Berg in der Provence, der beim weltberühmten Radrennen als höchste Erhebung im Departement Vaucluse regelmäßig erklommen werden muss. Dabei ist der Mont Ventoux bei Weinkennern genauso berühmt wie bei Radsportfreunden. Die Weine der Côtes du Ventoux werden wegen ihres fruchtig-leichten Charakters geschätzt und sind aus diesem Teil der Provence nicht wegzudenken.

Pastis

Legendärer Longdrink à la française

> Ausgabe Nr. 18 

Er ist einer der populärsten Aperitifs überhaupt und aus dem Alltag der Franzosen nicht wegzudenken. Was wären die Bewohner der südlichen Landesteile ohne den «kleinen Gelben», diesen Alkohol auf Anisbasis, der so gerne unter Freunden genossen wird? Fernab aller Klischees gehört der Pastis zu den kleinen Besonderheiten, die das Image Frankreichs ausmachen. Ein Blick auf die Geschichte dieses Getränks.

 

Montrachet

Ein Wein der Extraklasse

> Ausgabe Nr. 17 

Es ist nur ein winziges burgundisches Weinanbaugebiet im Côte d'Or, kaum acht Hektar groß, das Montrachet. Doch seine Reputation ist immens und nur wenige ausgesuchte Kenner bekommen überhaupt die Gelegenheit, jemals einen Montrachet zu verkosten.

Rhone-Tal

Ein Weingebiet mit Vielfalt

> Ausgabe Nr. 16 

Zwischen Vienne und Avignon erstreckt sich eines der größten und vielfältigsten Weinanbaugebiete Frankreichs: das Rhone-Tal. Mehr als 6.000 Winzer gehören zur den einzelnen Appellationen der Gegend und überzeugen mit teilweise sehr guten Weinen.

Winery

Eine kleine Revolution

> Ausgabe Nr. 15 

Das Thema Wein ist in Frankreich mit der Aura großer und teurer Marken verbunden. Aber auch mit einem etwas unmodernen Image. Wer schon einmal ein renommiertes Weingut besucht hat, weiß von der andächtigen Stille in den Kellern zu berichten. Die Entdeckung guten Weins bleibt in der Regel einer kleinen Schar von Connaisseuren vorbehalten, die lieber unter sich bleiben. Doch im Mai 2007 wurde im Bordelais ein ambitioniertes Projekt ins Leben gerufen, das traditionelle Weinhändler mit Staunen beobachten. Sein Ziel ist nichts Geringeres, als die Welt des Weines zu revolutionieren.

Böttcherei

Die Kunst, ein perfektes Weinfass herzustellen

> Ausgabe Nr. 14 

Beim Anblick schöner Weinflaschen denken wenige darüber nach, dass der edle Tropfen zuvor in Fässern gereift ist. Dabei ist gerade die Beschaffenheit dieser Fässer von größter Bedeutung für die spätere Weinqualität. Die besten Weine reifen immer noch in kostbaren Eichenfässern. Einige der renommiertesten Böttchereien befinden sich in Frankreich.

Suprême Denoix

Ein Likör aus Nüssen

> Ausgabe Nr. 14 

Oft sind es die Produkte, deren Rezepte von Generation zu Generation weitergegeben werden und deren Herstellung noch nicht völlig industrialisiert wurde, die mit ihrem Geschmack nicht nur anspruchsvolle Gaumen erfreuen, sondern auch an vergangene Zeiten erinnern. Im Herzen Frankreichs, in Brive-la-Gaillarde im Limousin, wird auf der Basis von Nüssen ein solches alkoholhaltiges Getränk hergestellt.

Bio-Wein

Ein Sektor wird erwachsen

> Ausgabe Nr. 13 

Vor noch nicht allzu langer Zeit wurden französische Weinbauern, die sich der Bio-Bewegung verschrieben hatten, als weltfremde Träumer belächelt. Viele wurden gar verdächtigt, als Alt-68er heimlich mit esoterischen Theorien gegen Insekten und andere Krankheiten zu kämpfen. Glücklicherweise haben sich die Zeiten geändert. Heutzutage vollzieht sich eine kleine Revolution, und aus der winzigen Nische ist ein großer Marktentstanden. Allerdings nicht immer ohne Probleme.

 

AOC Touraine

Der Siegeszug des Sauvignon

> Ausgabe Nr. 12 

63 kontrollierte Appellationen existieren im Loire-Tal, Frankreichs drittgrößtem Weinanbaugebiet. Rund die Hälfte der Produktion geht dabei auf das Konto der Weißweine, die einen zunehmenden Erfolg auf dem Weltmarkt verzeichnen. Unter den Weißweinen der «AOC Toraine» gibt es jedoch ganz besonders eine Rebsorte, die in letzter Zeit außergewöhnliche Zuwachsraten für sich verbuchen konnte: der Sauvignon.

Vinexpo

Neue Trends für den Wein von morgen

> Ausgabe Nr. 11 

Alle zwei Jahre findet in Bordeaux eine der wichtigsten Veranstaltungen rund um den Wein statt, die Vinexpo. Mit 50.433 Besuchern und 2.400 Ausstellern aus 45 Ländern war die diesjährige Messe, die nur einem Fachpublikum offensteht, ein wahrhafter «Grand Crû». Wir besuchten für Sie die Ausstellung, um den neuesten Modetrends nachzuspüren. Eines wurde dabei sofort deutlich: Das Marketing rund um das Produkt Wein wird immer wichtiger.

Jean-Paul Schmitt

Ein Winzer mit Charakter und charaktervollen Weinen

> Ausgabe Nr. 10 

Seit 1993 ist Jean-Paul Schmitt Winzer im elsässischen Scherwiller. Auf sieben Hektar kultiviert er die für die Region üblichen Weinreben, insbesondere Gewürztraminer, Pinot Noir und Pinot Gris. In einer Zeit, in der immer mehr Weinbauern ihre Produktionsmengen, bedingt durch den wachsenden internationalen Konkurrenzdruck, erhöhen und zur Vereinheitlichung ihrer Produkte tendieren, geht Jean-Paul Schmitt den gegensätzlichen Weg und betont die besonderen Charakteristika seiner Weine. Eine Strategie, die sich auszahlt.

Vouvray

Ein Wein zum Entdecken aus dem Loire-Tal

> Ausgabe Nr. 9 

Zuallererst ist Vouvray der Name eines kleinen Dorfes im Loire-Tal nahe der Stadt Tours, darüber hinaus aber auch eine nördlich des Flusses in Hanglage gelegene Appellation, die mit 2.100 Hektar Weinanbaugebiet und etwa 180 Winzern zwar klein ist, deren Größe sich aber in der Qualität ihres Weines zeigt, der nur aus einer einzigen Rebsorte gemacht wird, der Pineau-de-Loire-Rebe, besser bekannt als Chenin Blanc. Zweifellos ein Wein, den man entdecken sollte.

Domaine de Beauséjour

Das familiäre Abenteuer, Winzer zu werden

> Ausgabe Nr. 8 

Auch wenn man nicht seit Generationen aus einer Winzerfamilie stammt, kann man mit Mut und Unternehmergeist guten Wein produzieren. So wie die Familie Chauveau in der Nähe von Chinon. Wir sprachen mit Gérard und Marie-Claude sowie ihrem 39-jährigen Sohn David über das familiäre Abenteuer, Winzer zu werden.

Beaujolais Nouveau

Die Wahrheit über diesen Wein

> Ausgabe Nr. 7 

Es ist ein Ritual: Am dritten Donnerstag im November um Mitternacht - zuletzt am Donnerstag, dem 16. November 2006 - werden gleichsam in Frankreich und in mehr als 150 anderen Ländern die ersten Flaschen Beaujolais Nouveau geköpft. Dieses Jahr, darin ist man sich einig, gibt es einen guten Jahrgang mit sehr fruchtigen Weinen und intensiven Beerenfrüchtearomen. Der Erfolg dieses Weines ist unbestreitbar, aber was steckt dahinter: Schein oder Wirklichkeit? Was hat es mit dem Beaujolais Nouveau auf sich?

Weinetiketten

Wie deutet man Weinetiketten richtig?

> Ausgabe Nr. 6 

Wir glauben sicher alle, dass wir beim Weinkauf ohne Probleme ein Weinetikett deuten können. Schließlich sollte es reichen, die Angaben darauf zu lesen. Doch die Dinge sind leider nicht ganz so einfach. Denn es ist essentiell, ein Weinetikett richtig interpretieren zu können, um vom Anbieter gewollte, aber schnell irreführende Interpretationsspielräume zu erkennen und vor allem einen Wein nicht zu einem überteuerten Preis zu kaufen.

Champagner

Lebensgenuss pur

> Ausgabe Nr. 5 

Er verzaubert durch seinen Mythos und sein tanzendes Perlenspiel. Kaum ein anderes Getränk gilt derart als Synonym für Luxus und High Society. Heute lebt gar eine ganze Region von seinem legendären Ruf. Auf den Spuren dieses edlen Schaumweines aus der Champagne.

Bouvet-Ladubay

Mehr als nur ein Wein

> Ausgabe Nr. 4 

Im altehrwürdigen Hause Bouvet-Ladubay, das seit 1851 besteht, fühlt man sich noch der «Kunst des Weinanbaus» verpflichtet. Eine gewisse Lebensart wird gepflegt, bei der «Kultur», «Liebe zum Wein» oder «Exzellenz» keine Fremdwörter sind. Dies wird bei einem Besuch sofort spürbar: Bei Bouvet-Ladubay geht es um mehr als um den puren Weinanbau. Es geht um einen gewissen Esprit, eine Philosophie.

Jasnières du Loir

Eine künstlerische, sinnliche und spirituelle Betrachtung

> Ausgabe Nr. 3 

Eine künstlerische, sinnliche und spirituelle Betrachtung von Jean-Bernard Métais über einen lange Zeit gut gehüteten Wein, der die Geheimnisse vieler Jahrhunderte birgt.

Bordelais

Les Vignobles Peyvergès

> Ausgabe Nr. 2 

Wein soweit das Auge reicht. Wer ins Bordelais fährt, wird um den Weinanbau nur schwerlich herumkommen. Die Brüder Alexis und Pascal Peyvergès haben die Weinberge ihres Vaters übernommen und betreiben heute ein kleines, aber feines Weingut in Casseuil, 60 Kilometer südöstlich von Bordeaux.

Chablis

Burgunds weißes Gold

> Ausgabe Nr. 1 

Chablis? Eigentlich jedem ein Begriff. Schließlich gilt er als einer der besten Weißweine der Welt. Aber kennt man ihn wirklich? Eine kleine Weinkunde über diesen bekannten und doch unbekannten Weißwein aus Burgund.