Auvergne & Limousin

Cevennen

Im Land einsamer Hochebenen und tiefer Schluchten

> Ausgabe Nr. 52 

Seit 2011 steht eine über 3.000 Quadratkilometer große Fläche in den Cevennen unter dem besonderen Schutz des Welterbes der UNESCO. Ausschlaggebend für die Anerkennung waren die besondere Landschaft der Hochebenen, die Causses, die seit drei Jahrtausenden von der Weidewirtschaft geformt wurden, sowie die Tradition der Wanderschäferei, die in dieser Gegend ebenfalls seit Urzeiten gepflegt wird. Unterbrochen werden die Hochebenen durch tiefe malerische Schluchten, die Gorges. Beide zusammen bilden die Kulisse für ein perfektes Urlaubsziel, bei dem man der Natur und den Naturgewalten ganz nahe kommt.

Vichy

Ein Kurbad mit schicksalhafter Vergangenheit

> Ausgabe Nr. 49 

Im Bourbonnais in der nördlichen Auvergne gelegen, ist Vichy bis heute einer der wichtigsten Kurorte Frankreichs. Schon die alten Römer schätzten die heißen und kalten Quellen, die hier an der Erdoberfläche austreten. Illustre Gäste zählten über die Jahrhunderte zu den Besuchern der Thermalanlagen. Doch auch eines der dunkelsten Kapitel der französischen Geschichte, die Zeit des Vichy-Regimes während des Zweiten Weltkrieges, wird mit dem Ortsnamen in Verbindung gebracht. Vichy trägt seitdem eine historische Last, die es sich nicht selbst ausgesucht hat.

Genuss

Die AOC des Limousin

> Ausgabe Nr. 48 

Wir machen uns bei unserer kulinarischen Frankreichreise dieses Mal im Limousin, einer der kleinsten und am dünnsten besiedelten Regionen des Landes, halt. Die Gegend schmückt sich mit neun AOC- bzw. AOP-Produkten. Allerdings ist davon nur ein einziges Produkt wirklich typisch für die Region. Bei den anderen Erzeugnissen profitiert das Limousin davon, dass Bestandteile eines Lebensmittels aus der Region stammen bzw. die Produkte marginal auch innerhalb der Regionalgrenzen hergestellt werden. Im Allgemeinen bringt man die anderen acht Erzeugnisse nämlich eher mit Nachbarregionen in Verbindung.

Clermont-Ferrand

Aufbruch aus schwieriger Position

> Ausgabe Nr. 47 

Die Hauptstadt der Auvergne, die einst aus den zwei unabhängigen Städten Clermont und Montferrand entstand, was sich bis heute im Doppelnamen widerspiegelt, hatte es nicht immer einfach. Als nach dem Zweiten Weltkrieg der Wohlstand überall im Land ausbrach, litt Clermont-Ferrand lange Zeit unter der isolierten Lage inmitten des Zentralmassivs. Zwar haben neue Autobahnen inzwischen für bessere Anbindungen gesorgt, doch bis heute ist die Auvergne eine der ärmsten Gegenden Frankreichs. Zudem ist die Stadt wirtschaftlich mehr oder weniger einem Industriegiganten ausgeliefert: Michelin. Doch dies hinderte die Provinzstadt nicht daran, aus ihrem Schicksal das Beste zu machen.

Genuss

Die AOC der Auvergne

> Ausgabe Nr. 38 

Wenn es ein Volk von Gourmets gibt, dann ist es sicherlich das französische. Ob Austern, Crêpes, Cidre oder Bouillabaisse, die kulinarischen Spezialitäten des Landes sind mindestens genauso identitätsstiftend und ein Aushängeschild in der Welt wie die industriellen Leistungen der Franzosen, etwa die Ente, die Concorde oder der TGV. Wir wollen in dieser und den kommenden Ausgaben eine kulinarische Rundreise durch Frankreich machen und Ihnen die AOC/AOP der einzelnen Regionen kurz vorstellen. Den Anfang macht die Auvergne.

Viaduc de Garabit

Der horizontale Eiffelturm im Zentralmassiv

> Ausgabe Nr. 37 

Im Brückenbau hat man sich an Rekorde gewöhnt. Immer wieder entsteht irgendwo die höchste, längste oder spektakulärste Brücke eines Landes, Kontinents oder gar der Welt. In Frankreich sorgte vor ein paar Jahren der Bau des Viadukts von Millau, der höchsten Autobahnbrücke der Welt, für Furore. Doch nur 120 Kilometer nördlich dieser Brücke der Superlative lockt noch eine andere sehenswerte Talüberquerung: das Garabit-Viadukt, über das seit 1888 Züge rollen. Der Bau war damals nicht weniger spektakulär als bei den Superbrücken aus heutiger Zeit. Das Bauwerk ist zudem mit einem großen Namen verbunden: Gustave Eiffel.

Loirequelle

Wo alles beginnt

> Ausgabe Nr. 27 

Mit der Loire, dem längsten Fluss Frankreichs, ist es wie mit einem Eisberg - man sieht meist nur seine Spitze. Die ist bei der Loire der letzte Abschnitt ihres Laufs im Osten Frankreichs, der für seine Schlösser und herrschaftlichen Anwesen berühmt ist. Das untere, « verborgene » Ende der Loire wird kaum wahrgenommen. Dabei ist die Quellregion der Loire sehr vielseitig und ebenso eine Reise wert. Nicht zuletzt, weil es auch am oberen Flusslauf einige schöne Herrensitze zu entdecken gibt.

Puy de Dôme

Die ewigen Reize erloschener Vulkane

> Ausgabe Nr. 26 

Im Herzen Frankreichs erstreckt sich mit den Vulkanen der Auvergne auf einer Fläche von mehr als 120 Kilometern der größte Naturpark des Landes. Vom Cantal im Süden bis zum Puy de Dôme im Norden lässt sich eine einzigartige Landschaft entdecken, die im Laufe von Millionen von Jahren durch Vulkantätigkeit geschaffen wurde. Am spektakulärsten ist dabei der sich im Westen von Clermont-Ferrand erhebende Puy de Dôme mit seinen 1.465 Metern Höhe. Nicht von ungefähr spricht man auch vom « Eifelturm der Auvergne ».

Volvic

Ein Ort erinnert sich an Monsieur Jean

> Ausgabe Nr. 25 

Volvic ist nicht nur die Bezeichnung einer weltbekannten Wassermarke, es ist auch der Name einer kleinen Kommune inmitten der Vulkane der Auvergne, einige Kilometer von Clermont-Ferrand entfernt. Ihre Bewohner wissen, dass sie dem berühmten Wasser aus ihrem Ort viel zu verdanken haben. Dabei vergessen sie nicht die Verdienste eines gewissen Monsieur Jean. Ohne ihn wäre Volvics Entwicklung sicherlich ganz anders verlaufen.

Massif du Sancy

Die Natur als Kunstraum

> Ausgabe Nr. 21 

Zum dritten Mal wird in diesem Sommer das Massif du Sancy im Regionalpark der Vulkane der Auvergne westlich von Clermont-Ferrand zum Schauplatz moderner Kunst unter freiem Himmel. Horizons 2009 heißt das Ereignis, bei dem vom 1. Juli bis zum 20. September Neugierige die monumentalen Werke von elf Künstlern auf sich wirken lassen können.

Corrèze

Die Gärten der Colette

> Ausgabe Nr. 20 

Seit 2008 laden die « Gärten der Colette » im Park von Varetz (Corrèze) die Besucher auf eine Entdeckungsreise zu einer außergewöhnlichen Frau ein: Colette. Die Schriftstellerin Colette war für ihre Zeit von einer provozierenden Freizügigkeit, die sie sich mutig ihrer chauvinistischen Umgebung abgetrotzt hatte und die ihr eine berüchtigte Reputation einbrachte. Ihre Werke hatten beim Publikum einen überwältigenden Erfolg und sind bis heute sehr beliebt. Dieser Park erzählt ihr Leben.

Oradour-sur-Glane

Versuch einer Zustandsbeschreibung der französischen Erinnerungskultur

> Ausgabe Nr. 11 

Das Dorf Oradour-sur-Glane, 22 Kilometer nordwestlich von Limoges gelegen, wurde am 10. Juni 1944 zum Schauplatz eines der größten Kriegsverbrechen im westlichen Europa. An einem Nachmittag ermordete die Waffen-SS hier, dem Befehl der Partisanenbekämpfung folgend, 642 Menschen, darunter 240 Frauen und 213 Kinder, das jüngste gerade acht Tage alt. In der französischen Erinnerungskultur wurde Oradour-sur-Glane zum Kristallisationspunkt der Erinnerung an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs.

Viadukt von Millau

Die Brücke über den Wolken

> Ausgabe Nr. 1 

Letzter Puzzlestein einer neuen Nord-Süd-Verbindung: Das Viadukt von Millau ist die höchste Autobahnbrücke der Welt. Diese technische und architektonische Meisterleistung hat eine ganze Region verändert. Ein vorher nur aus dem Verkehrsfunk für seine Staus bekannter Ort wird zum neuen Pilgerziel von Touristen und Architekturfans.