Auto

Frankreichs Straßennetz ist sehr dicht und gut ausgebaut. Dank der im Vergleich zum deutschsprachigen Raum viel geringeren Bevölkerungsdichte und der Beliebtheit der Eisenbahn ist die Verkehrsdichte auf französischen Straßen geringer als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Abgesehen von Paris stellt das Autofahren in Frankreich keine besonderen Herausforderungen an den geübten Fahrer.

Autobahnen

Um größere Entfernungen zu überwinden, sind vor allem die zahlreichen Autobahnen zu empfehlen, die das ganze Land durchqueren. Zwar sind sie außerhalb der Ballungsgebiete und der Grenzregionen gebührenpflichtig, dafür aber auch in einem tadellosen Zustand. Baustellen behindern nur selten den Verkehr und – abgesehen von ein paar Tagen im Jahr – sind Staus außerhalb der Großstädte selten.

 

In den letzten Jahren sind viele neue Autobahnen gebaut worden, beispielsweise die beiden neuen Nord-Süd-Verbindungen von Paris nach Toulouse und nach Montpellier oder die Querverbindung von Clermont-Ferrand nach Bordeaux. Außerdem wurden viele Lücken im Netz geschlossen. Es ist deshalb ratsam, sich vor Reisebeginn mit einer aktuellen Landkarte auszustatten.

 

Alle Autobahnen sind nummeriert. Die Bezeichnung setzt sich zusammen aus einem A und der entsprechenden Nummer, also z.B. A 1.

 

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 km/h, bei Regen 110 km/h.

 

Autobahngebühren können mit Kreditkarte (Visa, MasterCard), jedoch nicht mit EC-Karte bezahlt werden. Bei Bezahlung mit Kreditkarte kann man sowohl eine Spur mit Kassenhäuschen als auch eine mit Automat wählen. Letzteres verhindert gerade in den Hauptreisezeiten langes Warten vor den Mautstellen. Für das télépéage-System kann man sich auch anmelden, wenn man über keine Bankverbindung in Frankreich verfügt. Danke Sepa und Kreditkarte ist dieses problemlos möglich.

Landstraßen

Wer lieber die Landschaft genießen möchte, ist natürlich auch auf Frankreichs Landstraßen gut aufgehoben. Hauptverbindungen sind oft gut ausgebaut und erlauben ein schnelles Fortkommen. Wer von früher jedoch noch die dreispurigen Nationalstraßen kennt, wo die mittlere Spur dem Überholen aus beiden Richtungen diente, wird diesen zweifelhaften Nervenkitzel beim Überholen vermissen müssen. Zu Gunsten einer erhöhten Verkehrssicherheit wurden quasi alle dreispurigen Straßen so umgebaut, dass die dritte Spur entweder wegfällt oder abwechselnd in eine Richtung zum Überholen zur Verfügung steht.

 

Nationalstraßen gibt es offiziell ohnehin nicht mehr. Der Staat hat den Unterhalt der einstigen Nationalstraßen den Departements übergeben, die den Straßen eine neue Nummer zugeteilt haben. Allerdings ist die Umbenennung noch nicht überall flächendeckend erfolgt, so dass man man noch auf Straßennummern mit einem N treffen kann.

 

Grundsätzlich sind alle Landstraßen nummeriert und - im Gegensatz zu Deutschland - auch mit den Nummern ausgeschildert. Die Bezeichnung besteht aus einem D und der entsprechenden Nummer der Straße, also z.B. D 100. Allerdings gilt die Nummerierung immer nur für ein Departement. Dies bedeutet, dass eine Straße an einer Departementsgrenze meist auch ihre Bezeichnung ändert. Außerdem findet man dieselbe Nummer einer Landstraße in vielen Departements.

 

Die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen beträgt 90 km/h, wenn die Straße als Schnellstraßen ausgebaut ist 110 km/h.

Stadtverkehr Paris

Paris ist eine Millionenmetropole und so gestaltet sich auch der Verkehr. Im ganzen Pariser Großraum ist gerade zum Berufsverkehr sowie am Freitag- bzw. Sonntagabend mit kilometerlangen Staus zu rechnen. Dies gilt nicht nur für die Autobahnen, sondern fürs gesamte Stadtgebiet. Die aktuelle Verkehrssituation kann man im Internet anschauen: Sytadin.

 

Der Verkehr wirkt außerdem aggressiver als im Rest des Landes. Hat man sich aber erst ein wenig an den Fahrstil der Einheimischen gewöhnt, ist auch das Autofahren in Paris für einen großstadtgeübten Fahrer beherrschbar.

 

Es ist zu beachten, dass auf dem Boulevard Périphérique, dem inneren Autobahnring, rechts vor links gilt, d.h. einfahrende Autos haben Vorfahrt!

 

Die Suche nach einem Parkplatz in Paris kann zu einer großen Geduldsprobe werden. Außerdem ist das Parken quasi flächendeckend gebührenpflichtig. Nur im August entfällt die Gebührenpflicht. Öffentliche Tiefgaragen findet man übers ganze Stadtgebiet verteilt, selbst in reinen Wohngebieten. Beim Ein- und Ausparken ist es durchaus üblich, die Stoßstange des vor oder hinter einem geparkten Autos leicht zu berühren. Um nicht das Aufbrechen des Fahrzeugs zu provozieren, sollten keine Gegenstände im Fahrzeug liegen gelassen werden. 

Mietwagen

In Frankreich findet man die üblichen internationalen Autovermieter, die meist ein dichtes Netz von Stationen im Land haben. Die Mietpreise entsprechen dem in Europa üblichen Niveau.